Chapter One

In Between: Vom Loslassen und Beenden.

Manchmal halten wir noch an etwas fest, das wir schon längst hätten gehen lassen sollen.

Manchmal wollen wir nicht loslassen, obwohl wir genau wissen, dass es kein Zurück gibt, dass die Veränderungen, die für eine Veränderung nötig wären, nicht passieren werden. Und doch ist da immer wieder dieses Hoffnungsgefühl. Es taucht immer wieder auf, selbst wenn wir es körperlich so stark spüren, dass es so nicht weitergeht, dass es so nicht funktioniert, wenn wir weiter daran festhalten.

Manchmal müssen wir allerdings erst weitermachen. Wir müssen den Frust und die Wut immer wieder durchleben, sie erleben, sie zulassen, um dann zu einem Punkt zu kommen, an dem wir es nicht mehr nur körperlich einsehen, fühlen, spüren können, dass wir etwas halten, das nicht mehr zu uns gehört, dass wir etwas festhalten wollen, was sich schon lange von uns fortbewegt hat.

Unser Verstand blockiert häufig die Entscheidungen, die unser Körper schon längst gemacht hat. Wir trauen dem Ganzen aber nicht. Wir verlassen uns lieber auf unseren Verstand, denn so können wir weiterdenken, weiterspinnen und Sachen zurechtlegen, verwerfen, von allen Seiten noch einmal neu betrachten.

Wir suchen und suchen. Nach Beweisen, die erklärbar sind, nach Belegen, die verständlich sind, nach Erkenntnissen, die uns Erleichterung geben oder einen Grund, weiter mit unserem Denken beschäftigt zu bleiben.

Wir suchen nach Begründungen, warum alles gut so ist, wie es ist, oder warum es lieber so bleiben sollte, wie es ist.

Wir wollen unseren Körpersignalen lieber nicht trauen. Wir haben gelernt, sie so gut es geht zu ignorieren, sie beiseitezuschieben, ihnen weniger Beachtung zu schenken.

Wir haben gelernt zu funktionieren und unseren Verstand ausgiebig zu nutzen.

Und dann ist da ja noch das Herz.

Manchmal will das Herz gerne noch festhalten, nicht loslassen müssen, und der Verstand stimmt mit ein und sucht nach Wegen, damit dies auch nicht passiert.

Und doch kommt man irgendwann an den Punkt, an dem man zwangsläufig ankommen muss.

Manchmal ist ein Loslassen herzzerreißend, manchmal tut es am ganzen Körper weh, aber unsere Seele, die atmet auf.

Journalingfragen für dich

Wie sieht es bei dir aus? Was nutzt du, um Dinge zu verarbeiten? Was tust du, wenn du merkst, dass du aufgewühlt, traurig oder wütend bist? Erlaubst du es dir zu fühlen oder versuchst du es zu betäuben oder zu ignorieren?

Womit machst du das? Welche Systeme helfen dir dabei, Unangenehmes zu ignorieren? Welche Muster siehst du, die dir dabei helfen, deine Gefühle zu betäuben?

Versuche dies zu erforschen, versuche es so gut wie möglich ohne Vorurteile zu sehen. Diese Muster und Systeme hast du ja schließlich entwickelt oder sie haben sich entwickelt, weil sie dich schützen wollen und sollen.

Wir brauchen uns dafür nicht zu schämen, wir brauchen dies nicht zu verstecken. Es ist viel eher so, dass es ein guter Schritt ist, sie zu erkennen. Damit fängt alles an.

Ich lade dich ein, dir etwas Zeit zu nehmen, um die oberen Fragen für dich zu beantworten. Vielleicht kommst du bei einer Frage nicht weiter, vielleicht möchtest du eine andere nicht beantworten, das ist okay.

Es darf okay sein. Hör dir selbst zu. Wenn du offen bist für das, was kommen möchte, wirst du bereit sein.

My point of view

Ich selbst verarbeite viel, indem ich darüber schreibe. Ich verarbeite auch, wenn ich aufräume und organisiere.

Da ich über die Jahre eine sehr feinfühlige Beziehung zu meinem eigenen Körper hergestellt habe, weiß ich, dass es meinem Körper guttut, wenn ich ihn bewege.

Manchmal sind es stärkende Bewegungen, wie das Anusara Yoga. Manchmal benötige ich sanfte, fließende Bewegungen, um Angestautes loszulassen. Und dann wiederum gibt es Zeiten, in denen ich sanftes, aber doch intensives Yin Yoga brauche, um weicher werden zu können, um meinem Körper die Erlaubnis zu geben, sich sicher fühlen zu dürfen und etwas loslassen zu können.

Und dann gibt es Zeiten, da merke ich, dass ich einfach nur auf dem Boden liegen muss, die Erde unter mir spüren, den Kontakt herstellen zur Erde.

Und manchmal hilft dabei auch ein Sound Bath.

Besonders wenn ich überfordert bin, mich müde fühle oder zu schwach bin, um mich aufzuraffen für eine andere Tätigkeit.

Manchmal ist Liegen und diese innere Massage meines Körpers genau das, was ich brauche, um wieder bei mir anzukommen, um etwas lösen zu können, um verarbeiten zu können.

Manchmal halten wir noch an etwas fest, dass wir schon längst hätten gehen lassen sollen. Manchmal wollen wir nicht loslassen, obwohl wir genau wissen, dass es kein Zurück gibt, dass die Veränderungen, die für eine Veränderung nötig wären, nicht passieren werden. Und doch ist doch immer wieder dieses Hoffnungsgefühl, es taucht immer wieder auf, selbst wenn wir es körperlich so stark spüren, dass es so nicht weitergeht, dass es so nicht funktioniert, wenn wir weiter daran festhalten.

Manchmal müssen wir allerdings erst weitermachen, wir müssen den Frust und die Wut immer wieder durchleben, sie erleben, sie zulassen um dann zu einem Punkt zu kommen, an dem wir es nicht mehr nur körperlich einsehen, fühlen, spüren können, dass wir etwas halten, dass nicht mehr zu uns gehört, dass wir etwas festhalten wollen, was sich schon lange von uns fortbewegt hat.

Unser Verstand blockiert häufig die Entscheidungen, die unser Körper schon längst gemacht hat. Wir trauen dem Ganzen aber nicht, wir verlassen uns lieber auf unseren Verstand, denn so können wir weiterdenken, weiterspinnen, und Sachen zurechtlegen, verwerfen, von allen Seiten nochmal neu betrachten, wir suchen und suchen, nach Beweisen, die erklärbar sind, nach Belegen, die verständlich sind, nach Erkenntnissen, die uns Erleichterung geben oder einen Grund weiter mit unserem Denken beschäftigt zu bleiben. Wir suchen nach Begründungen, warum alles gut so ist, wie es ist oder warum es lieber so bleiben sollte, wie es ist. Wir wollen unseren Körpersignalen lieber nicht trauen. Wir haben gelernt, sie so gut es geht zu ignorieren, sie beiseite zu schieben, ihnen weniger Beachtung zu schenken.

Wir haben gelernt, zu funktionieren und unseren Verstand ausgiebig zu nutzen.

Und dann ist da ja noch das Herz.

Manchmal will das Herz gerne noch festhalten, nicht loslassen müssen und der Verstand stimmt mit ein und sucht nach Wegen, damit dies auch nicht passiert. Und doch kommt man irgendwann an den Punkt, an dem man zwangsläufig ankommen muss.

Manchmal ist ein Loslassen herzzerreißend, machmal tut es am ganzen Körper weh, aber unsere Seele, die atmet auf.

With love,

Liz